Das Schuldgeldsystem anschaulich erklärt

Quelle: www.pixabay.com
Quelle: www.pixabay.com

Die meisten von uns wünschen sich mehr Wohlstand – zumindest eine finanzielle Absicherung lehnt kaum jemand ab. Reichtum und Wohlstand scheinen für viele in weiter Ferne zu liegen. Doch sie könnten Realität für jeden von uns sein! Der Mensch gibt sich oft mit Dingen ab, weil er nicht weiß wie er etwas dagegen tun könnte. Die Finanzwelt scheint viel zu kompliziert. Aus diesem Grund habe ich versucht, das Schuldgeldsystem einfach und anschaulich zu erläutern.

Das Schuldgeldsystem - nur ein Wechsel des Vorzeichens?

 

Wie entsteht Kapital?

 

Das aktuelle Geldsystem baut auf der Vergabe von Krediten auf. Kredite sind der Grundbaustein für eine „funktionierende“  Wirtschaft. Das Kapital des Einen sind des Anderen Schulden. Wir alle wissen, wie unglaublich hoch die Summen sind mit denen global gehandelt wird. Somit kann man sich auch vorstellen wie hoch der Bedarf an Krediten ist. Weil so ein großer Bedarf an Krediten herrscht, müssen sich die Geschäftsbanken bei den Zentralbanken selbst verschulden. All das, damit sich Unternehmen und Bürger wiederum bei Geschäftsbanken verschulden. Wer mitgedacht hat, konnte folgendes Problem feststellen: Die Geldmenge ist limitiert. Das heißt, die Zentralbanken müssen immer neues Geld drucken um Kredite vergeben zu können. Das wiederum setzt voraus, dass die Wirtschaft immer weiter wachsen muss, denn irgendetwas muss die Geldmenge ja darstellen. Unter der Voraussetzung, dass Zahlen unendlich sind, aber die Ressourcen der Erde endlich ist ein Desaster unvermeidlich.

Schulden und Kapital - letztendlich dasselbe?

Durch die Verzinsung dieser Kredite verdienen Banken unter anderem Geld, beziehungsweise sie schaffen neues: ohne Schulden würde es kein Guthaben (Kapital) geben. Würden Geschäftsbanken bei Zentralbanken kein Geld leihen, hätten diese kein Anreiz mehr, neues Geld zu schaffen. Die Höhe des Guthabens und der Schulden wird letztendlich unendlich verzerrt – würde man beide Seiten addieren, würde man wieder bei Null rauskommen. Ohne Schulden kein Kapital. All dies bedeutet, dass die Schulden eines Staates kaum abgebaut werden können. Denn wenn der Staat beginnt seine Schulden abzubauen, dann werden diese Schulden lediglich auf Bürger oder Unternehmen verteilt.

Noch einmal zum Verständnis: Die Geldmenge, steigt exakt mit der Schuldmenge, beide Zahlen spiegeln sich wieder, da Geld nur durch Kreditvergabe neu geschöpft werden kann. Das heißt Wohlstand kann nur entstehen, wenn auch mehr Schulden entstehen. Schulden können nur vernichtet werden, wenn auch das dazugehörige Kapital vernichtet wird – Stichwort Schuldenschnitt. Abgesehen davon wäre eine Umverteilung der Schulden in ein anderes Land möglich – global gesehen ist es aber nicht möglich schuldfreies Kapital zu schaffen.

Verlierer und Gewinner

Hier stellt sich die Frage: Wer besitzt das Kapital und wer trägt die Schulden? Es ist ganz normal, dass der Staat seine Einnahmen über die Erhebung von Steuern regelt. Doch über die Höhe dieser und die Rechtfertigung dieser lässt sich streiten. Allerdings  begleichen auch Unternehmen ihre Schulden mit dem Kapital der Bevölkerung. Die Schulden sind Teil des Preises von jedem Produkt. Dadurch stecken in einem Liter Wasser ca. 15% Schuldlast. Am Beispiel Griechenlands kann man gut erkennen, dass der Mittelstand diese Last irgendwann nicht mehr tragen konnte, was in einer Revolte endete. Das heißt in die Wertschöpfungskette eines Produkts, fließen durch die Finanzierung der einzelnen Produktionsschritte so viele Zinsen ein, dass der Normalverbraucher sich das Endprodukt, durch seinen aufgeblähten Preis gar nicht mehr leisten kann. Die Banken haben natürlich vorgesorgt – Stichwort Kreditaufnahme. Und die meisten Menschen freuen sich auch noch über die niedrige Verzinsung.

Um die immer wieder steigende Zinslast zu bewältigen, muss die Wirtschaft wachsen, was wiederum eine weitere Verzinsung zur Folge hat. Hier sind wir bei dem Punkt den ich oben schon einmal angesprochen habe: Endloses Wachstum in einer endlichen Welt ist unmöglich! Solange also Wachstum nicht durch hundertprozentigen Gewinn erwirtschaftet wird, sondern durch Kreditaufnahme ist eine Kapitalvernichtung unausweichlich. Hält das Wachstum irgendwann nicht mehr der steigenden Geldmenge stand kommt es außerdem zu einer Inflation. Auch hier ist eine Kapitalvernichtung unausweichlich. Es klingt paradox, aber eine hohe Inflationsrate ist aus Sicht der Banken eher zu befürworten, als eine niedrige. Denn eine steigende Inflationsrate ist ein Anzeichen für eine hohe Rate an Kreditvergaben.

Wie kann die Bevölkerung profitieren?

Im Großen und Ganzen profitieren nur ein paar wenige Menschen von diesem System. Sie sind skrupellos und für mich die kriminellsten Menschen überhaupt. Sie haben sich dieses System selbst erschaffen und horten nun Unmengen an Geld. Auf ihrem Reichtum gründet die Armut von Milliarden von Menschen. Würde man bloß das Kapital der reichsten 80 Menschen auf die Hälfte der Weltbevölkerung aufteilen, wären diese 3,5 Milliarden Menschen 600 Dollar reicher. Und das ist nur die Spitze des Eisberges! Auch in Europa muss eine Umverteilung des Geldes stattfinden. Die Wirtschaft in Deutschland wächst - der Wohlstand nicht. Wenige Menschen stecken sich das Geld in die Tasche während wir leer ausgehen.

Natürlich löst die Umverteilung des Geldes nicht das Grundproblem, doch es ist ein wichtiger Anfang. Würden die Deutschen nur 4% ihres Geldes abheben, würden die Banken zusammenbrechen! Vergessen Sie nicht, das die Bankenchefs den Auftrag haben, auf unser Geld aufzupassen. Wer hat Ihnen erlaubt, damit zu pokern? Ich persönlich möchte nicht, dass mein Geld in Rüstungsfonds oder ähnlichem landet.

Wie wir dieser Teufelskreis enden?

Um die ungedeckten Verbindlichkeiten der USA zu begleichen, müssten 139 Millionen Amerikaner 45 Jahre lang, ohne Pause arbeiten. Dieses Beispiel verdeutlicht: Es ist schlichtweg unmöglich, dass Amerika seine Schulden begleicht. Nicht nur die USA, auch Deutschland, Frankreich, Groß - Britannien oder andere Länder werden dies nicht tun können. Es ist unmöglich. Seit der Schaffung des Euros, beziehungsweise des Schuldgeldsystems, war den Schaffern bewusst, dass ein Punkt kommen wird, an dem das gesamte System kollabiert. Es ist mathematisch eine Unmöglichkeit die Schulden zurückzuzahlen - ein Schuldenschnitt bedeutet die bedingungslose Vernichtung von Kapital. Der Kollaps des US-Dollars und des Euros war vorprogrammiert und wird die Wirtschaft großer Teile der Welt treffen – in Amerika, Europa, dem nahen Osten, Ozeanien und auch Asien. Fakt ist auch, dass es bisher noch kein ungedecktes Papiergeldsystem gab, welches nicht wieder auf seinen ursprünglichen Wert zurückgefallen ist, nämlich 0.

Es stellt sich also nur noch die Frage, nach dem Wann und Wo.


 

Quellen

 

- http://www.geldsystem-verstehen.de/schuldgeldsystem/

- http://www.neopresse.com/finanzsystem/das-kranke-schuldgeldsystem-und-seine-brutalen-folgen/

- http://www.konjunktion.info/2014/11/schuldgeldsystem-die-mathematische-unmoeglichkeit-der-schuldenrueckzahlung/

- http://de.tradimo.com/forum/Schuldgeldsystem---wie-lange-noch_147696/

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0