Wann wirst Du zensiert? Wie das NetzDG unsere Freiheit bedroht - Kommentar

Wie ein Filter liegt das NetzDG über sozialen Netzwerken. So bekommt der Nutzer nur das zu sehen, was für ihn bestimmt ist. Was in der Welt vorgeht, erfährt man von nun an wieder nur bei wenigen Mediengesellschaften, die ein Monopol innehaben.



Medien wurden schon seither zur Manipulation der Bevölkerung benutzt. Nicht anders ist es in Deutschland. Die Medien werden von einer Handvoll Menschen kontrolliert. Dem Springerverlag gehören um die 180 Zeitschriften und andere Medien. Der zweitgrößte Medienverleger Bertelsmann hat in der Vergangenheit sogar an Gesetzestexten mitgewirkt. Sendungen wie die „Tagesschau“ oder „heute journal“ müssen nach klaren Richtlinien und Vorschriften gestaltet werden und unterstehen der Bundesregierung.

 

In den letzten Jahren hat sich der Widerstand gegen diese extrem einseitige und unausgewogene Berichterstattung verstärkt. Die Nachfrage nach Alternativen stieg und so stieg auch das Angebot. Es werden viele Dinge hinterfragt und die Bundesregierung kommt in letzter Zeit immer öfter in Erklärungsnot. Man sollte meinen, die Bundesregierung toleriert solche Prozesse. Doch tatsächlich wird die Meinungsfreiheit in Deutschland seit Jahren immer weiter eingeschränkt.

 

 

Agenturen wie „Reporter ohne Grenzen“ warnen seit Jahren vor einer Einschränkung. Mittlerweile ist Deutschland Vize-Weltmeister im Zensieren von Internet-Inhalten wie Videos, Artikeln oder Suchtreffern. Nur Brasilien übertrifft die Anzahl an zensierten Inhalten.

 

 Meldungen, die der Regierung missfallen haben wurden einfach als „Fake-News“ bezeichnet. So wurde zum Beispiel jedes Mal berichtet, wenn Zivilisten durch russische Angriffe in Aleppo starben. Die zivilen Verluste bei Angriffen der US-geführten Koalition in Mossul wurden oft schlichtweg einfach nicht erwähnt. Unzählige Beispiele für diese Schwarzmalerei gab es auch in der Ukraine-Berichterstattung. Dass ein Großteil der Welt die NATO als Aggressor wahrnimmt und nicht Russland, war in der Berichterstattung nicht von Bedeutung. Auch die russische Geschichte der Krim, die NATO-Osterweiterung und die Bedrohung Russlands dadurch haben keine Rolle gespielt. Die Gedanken der Bevölkerung können kontrolliert werden, solange man die Informationen kontrolliert, die sie erreichen. Soziale Netzwerke haben dieses Kartenhaus ins Wanken gebracht. Dank Heiko Maas, kann jetzt wieder kontrolliert werden, was den Bürger erreicht.

Mit dem NetzDG hat Maas die Möglichkeit, die Vielfalt unserer Informationsbeschaffung stark einzuschränken. Diese Vielfalt ist extrem wichtig, damit wir ein Geschehen aus jedem Blickwinkel betrachten können. Denn gebildet ist, wer weiß, wo er findet, was er nicht weiß. Gebildet ist man in keinem Fall, wenn man täglich die Tagesthemen schaut oder die gleiche Zeitschrift. Denn dort erfährt man überspitzt den Blickwinkel der einen Seite. Lass Dir nicht die Möglichkeit nehmen, die Welt so zu sehen wie du es möchtest!


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